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Nähzentren

Wie ein indischer Pastor sagt, sind Frauen aus niedrigen Kasten in der indischen Gesellschaft oft zu einer Art Sklaverei verurteilt. Sie arbeiten fast rund um die Uhr und erhalten keine Anerkennung dafür. Verheiratete Frauen sind die meiste Zeit auf die Gunst ihres Ehemannes und der Schwiegereltern angewiesen. In niedrigen Kasten können Frauen oft nicht lesen und schreiben, was ihre Lage noch schwieriger macht. Doch obwohl diese Frauen besonders benachteiligt sind, glauben wir, dass sie für die Veränderung der Gesellschaft eine entscheidende Rolle spielen, denn nur Frauen können andere Frauen erreichen.

Nähkurse für benachteiligte Frauen

Mit der Unterstützung der Ortsgemeinden hat Empart Nähzentren aufgebaut, wo Frauen Nähen lernen. Damit ist es ihnen möglich, Geld zu verdienen und von der Gemeinschaft respektiert und gewürdigt zu werden. Sie können der Armut entkommen und neben ihrem Ehemann für die Familie sorgen. Diese Kurse richten sich speziell an Frauen aus benachteiligten Verhältnissen, die in der Regel nur sehr begrenzten Zugang zu Bildung haben. Viele sind verwitwet oder leben in einer schwierigen Situation mit einem Ehemann, der entweder nicht da, gewalttätig oder Alkoholiker ist. Alle Frauen sind willkommen, ohne Unterschied.

 

Empart‘s Wunsch ist es, eine tiefgreifende Veränderung in der Selbstachtung dieser Frauen zu bewirken. Mit der Zeit haben sie jeden Wert und jede Hoffnung verloren. Die Nähzentren von Empart sind ein Ort, wo ihre Identität wiederhergestellt und ihr Wert erkannt wird, ein Ort, wo sie lernen, ihr Selbstvertrauen zurückzugewinnen.

 

Während des 6-monatigen Nähkurses haben die Frauen auch die Chance, durch Bibelunterricht von Gottes Liebe und von der Bedeutung, die sie in Seinen Augen haben, zu hören. Es ist ein Ort, wo sie über ihre Probleme, ihre Sorgen und Freuden reden können und wo ihnen zugehört wird. Zwischen den Frauen entwickelt sich ein Klima des Vertrauens. Viele entdecken zum ersten Mal die Kraft des Gebets und erleben Heilung in ihrem Leben, in ihren Familien, in Bezug auf ihre Gesundheit oder ihre finanzielle Situation. Während sie neue Fähigkeiten beigebracht bekommen, hören sie vom Evangelium und werden sich bewusst, dass da ein Gott ist, der sie liebt und der Pläne voller Hoffnung für sie hat.

 

Nähzentren benötigen nur wenig finanzielle Mittel, weil ihre Struktur an die lokalen Bedingungen angepasst ist. Am Ende des Kurses gibt es eine öffentliche Zeremonie, um diesen wichtigen Moment zu feiern und die Mühe zu würdigen, die die Frauen investiert haben. Zum Abschluss bekommt jede Frau nebst dem Diplom eine Nähmaschine geschenkt. So kann sie direkt mit der Arbeit starten, ihr eigenes Geschäft aufbauen und für ihre Bedürfnisse sorgen.

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